SaatgutTauschBörse

lokal und unabhängig

Ernährung ist elementar -->  Autonome Produktions- und Nahrungsmittelversorgungsstrukturen eine Bedingung

Wer weiss das schon? --> Jeder Samen braucht eine Zulassung – nur die CH toleriert die Saatguttauschbörse (Grauzone)

Mittels Sortenschutztiteln unterbindet der UPOV-91 (weltweit) den Austausch und die Vermehrung des Saatguts. Durch Sortenschutzgesetze und Zulassungsbehörden, durch 20–30 jährige Monoplrecht wird das simple Sammengewinnen verboten. Samen werden zum „Nicht handel- und tauschbaren Saatgut“. Ladwirt*innen, Gärtner*innen ist es untersagt, ihr lokal angepasstes Saatgut zu vermehren. 

 

Saatguthüter*innen gesucht,

es lebe die Saatguttauschbörse. Jahr für Jahr, im Kreislauf mit den Jahreszeiten, können Saamen geernetet werden. Gehegt und gepflegt bereiten sie sich dann auf das Keimen im nächsten Jahr vor. Unsere Saatguttauschbörse ist hungrig auf neues Saatgut. Erntet fleissig! 

in dieser Broschüre erfährst du sehr viel über die komplexen Machenschaften von Konzernen, Zulassungsbehörden und Patenten. 

 

 

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Macht der Konzerne 

Agropoli v. Public Eye

die SaatgutTauschBörse

--> Da der kommerzielle Handel von Saatgut den Erhalt einer Sortenvielfalt verhindert sind Saatguttauschbörsen so wichtig. Sie müssen in die Bresche springen, die durch Patente und Sortenschutztitel, sogenannt “Geistiges Eigentum“, geschlagen wurden. Nur auf der Basis einer Saatgutsouverenität kann sich auch eine Agrobiodiversität erhalten.

Public Eye (Erklärung von Bern) zeigt auf anschauliche Weise wie seit den 1960er Konzerne den Saatgutmarkt erobert hatten. -->  Meilen“Steine“

Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken wurde die Saatgut-Tauschbörse ins Leben gerufen. Sie dient dem freien Austausch und Zugang von Saatgut, der Wahrung der Pflanzenvielfalt und dem Erhalt der Autonomie von Gärtner*innen, Bauern und Bäuer*innen. Die Tauschbörse ist offen für alle.

 

Saatguttauschbörsen sind eine Nische im Kommerzielle Handel, deshalb haben wir eine kleine Saatgutbank im Q-Ldenschaufenster wo du nach herzenslust tauschen kannst. 

Genau so wichtig ist auch die Vermehrung des Saatguts. Anleitungen gibt es auf der DVD "Saatgut ist Gemeingut" von Longo Maï  —> http://www.seedfilmd.org  

Die DVD kann im Q-Laden gegen ein Depot ausgeliehen werden.

 

Saatgut gilt als Basis unserer Ernährung 

Wer vom letzten Jahr bereits Saamen geerntet hat und davon etwas abgeben bzw. tauschen kann trägt wesentlich zum Erhalt dieser Saatgutbanken bei. 

Die Vermehrung des Saatguts ist wichtig, du kannst auch nur Samen holen und dann bei der Ernte neues Saatgut gewinnen. Anleitungen gibt es auf der DVD "Saatgut ist Gemeingut" von Longo Maï die du im Q-Laden ausleihen kannst.

Von alleine vermehrt sich das Saatgut über den Winter nicht. Es braucht viele kleine GärtnerInnen die nicht nur die Früchte sondern auch neues Saatgut für den Nächsten Frühling ernten.