der Rollladen verabschiedet sich

Während 2.5 Jahren hat der rollladen die Orte wo er die Türen öffnete belebt und die Möglichkeit geboten im Quartier einzukaufen. Die Quartiere sind offen etwas eigenes anzupacken. Ein Lädeli das im Quartier eingebettet ist und zum Quartierbild gehört, ist das Ziel des Projekts “rollladen“. Der Q-Laden will nicht grösser werden, wird aber gerne “Neues Entstehen“ mit Rat und Tat unterstützen. 

der Rollladen

mehr zum fahrenden bioladen
"rollladen"

 

Projektbeschrieb

falls es dich anspricht und du uns unterstützen willst schau da rein.

 

Im Juli 2012 haben wir (eine Gruppe junger Leute zusammen mit dem Q-Laden), als Vorabklärung in diversen Berner Quartieren, in denen es ein Vakuum an alternativen Einkaufsmöglichkeiten gibt, eine Umfrage gemacht. Viele positive Rückmeldungen motivieren uns nun, das Projekt zu konkretisieren.

 

Vorgeschichte:

Nach der Schliessung des Vatters (biologischer Supermarkt) im April 2010 wurden wir uns mehr denn je der Aufgabe bewusst, die wir kleinen Läden im Kontext von regionalen ProduzentInnen, LieferantInnen, KundInnen und nicht zuletzt für den Erhalt eines durchmischten Wohnumfelds haben.

Nur ein Angebot, das sich an den untenstehenden Werten und nicht an der in der Marktwirtschaft üblichen Preispolitik orientiert, ist imstande, diese kleinbetrieblichen Strukturen zu erhalten.

Ökologie

 

  

Fairness

 

 

 Regionalität

 

 

Saisonalität

 

 

 

Transparenz

 

Solidarität

 

schont Natur und Ressourcen und gewährleistet eine nachhaltige Produktion

 

sichert den Produzierenden den Lebensunterhalt durch gerechte Löhne und gesunde Arbeitsbedingungen

 

unterstützt die Betriebe der Region und garantiert kurze Transportwege

 

respektiert den Rhythmus der Natur durch eine jahreszeitlich angepasste Produktion und ermöglicht den Schutz von Natur, Mensch und Tier

 

ermöglicht die Kenntnis von Produktions- und Arbeitsbedingungen

 

äussert sich in der konkreten Unterstützung von sozialen und politischen Projekten

 

Es braucht Wachstum, allerdings nicht in den gewohnten Mustern. Es braucht mehr Lädeli. Fair produzierte Produkte gibt’s genug, und, wie wir denken, auch genügend sensibilisierte Kundschaft.

 

Hier möchten wir ansetzen:

Die Idee ist, vorübergehend ab dem Q-Laden mit einem Bus 3 Quartiere zu fahren, namentlich ins Murifeld, in die Felsenau und nach Bethlehem. Der Bus steht je Quartier ein- bis zweimal pro Woche 16:00 – 19:00 an einem fixen Standplatz. Wenn ersichtlich wird, dass ein Quartier ein Potenzial hat, soll aus dem Quartier heraus ein unabhängiges Lädeli entstehen können.

Verschiedene BewohnerInnen der genannten Quartiere haben uns bereits ihre Mithilfe angeboten, was eine optimale Dynamik auslösen könnte. Wir freuen uns sehr auf eine Zusammenarbeit und sehen darin eine ideale Plattform, etwas Eigenständiges entstehen zu lassen.

 

Was wir vorhaben, ist Pionierarbeit, und ganz wichtig dabei ist, dass der Q-Laden keinen Verlust hat. Es wird, mindestens in den ersten drei Monaten, ehrenamtlich gearbeitet werden. So sind nur die Unterhaltskosten des Busses mit dem Gewinn aus den Einnahmen zu finanzieren. Liegt der Gewinn über den Unterhaltskosten, wird er als Reservefonds auf ein Konto einbezahlt. Ist der Laden nach den ersten drei Monaten zu einem Bestandteil eines Quartiers geworden und sind wir in der Lage, das Projekt weiterzuführen, sollte das Ziel der nächsten drei Monate sein, kostendeckend zu arbeiten, d.h. aus dem Gewinn sollten theoretisch auch die Lohnkosten gedeckt werden können. Wenn das nicht eintrifft, müssen wir unter Umständen das Projekt wieder auflösen.